Myelin Projekt

Myelin Projekt News

Regulatorischer Schlüssel der Myelinbildung im zentralen Nervensystem gefunden

Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=486014

Damit Nervenzellen effizient Informationen über weite Distanzen übermitteln können, hat sich bei höheren Organismen die so genannte saltatorische Erregungsleitung entwickelt. Diese wird ermöglicht, indem die zur Reizweiterleitung spezialisierten axonalen Fortsätze der Nervenzellen in bestimmten Abständen von Myelin, einer Art Isolierschicht, umgeben sind. Bei Krankheiten wie Leukodystrophien oder Multipler Sklerose kommt es zu fehlerhaften Myelinbildungen während der Entwicklung oder ausbleibenden Reparaturmechanismen nach Schädigungen intakter Myelinstrukturen. Die aktuelle Arbeit der Mainzer Wissenschaftler leistet einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis dieser komplexen molekularen Mechanismen der Myelinbildung.

Im zentralen Nervensystem entsteht Myelin dadurch, dass Oligodendrozyten, ein bestimmter Typ von Gehirnzellen, ihre Zellfortsätze mehrfach um die Axone der Nervenzellen wickeln und einen kompakten Stapel von Zellmembranen - die Myelinscheide - ausbilden. Es gibt zwei Hauptproteine, aus welchen Myelin gebildet wird, und deren Synthese unterschiedlich aktiviert und reguliert wird. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Synthese des so genannten MBP (Myelin Basisches Protein), welches der Stabilisierung der Myelinmembra-nen dient.

Multiple Sklerose: beschädigtes Myelin ist nicht der Auslöser

Link zur Pressemitteilung: http://www.pressrelations.de/new/standard/dereferrer.cfm?r=485058

Mainz, Zürich - Schäden im Myelin von Gehirn und Rückenmark führen nicht zur Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose (MS). Diesen Nachweis erbringen Neuroimmunologen der Universität Zürich in Zusammenarbeit mit Forschern aus Berlin, Leipzig, Mainz und München. In der aktuellen Ausgabe von "Nature Neuroscience" verwerfen sie damit eine gängige Hypothese zur Entstehung von MS. Nun suchen die Wissenschaftler die Ursache für die Entwicklung von MS vor allem im Immunsystem und nicht mehr im Zentralnervensystem.

Millionen Erwachsene leiden an der unheilbaren Krankheit Multiple Sklerose (MS). Als relativ gesichert gilt, dass MS eine Autoimmunerkrankung ist, bei der körpereigene Abwehrzellen das Myelin in Gehirn und Rückenmark angreifen. Dieses Myelin umhüllt die Nervenzellen und ist wichtig für deren Funktion, Reize als elektrische Signale weiterzuleiten. Zur Entwicklung einer MS existieren zahlreiche ungesicherte Hypothesen. Eine davon verwerfen nun die Neuroimmunologen in ihrer aktuellen Arbeit: Sterbende Oligodendrozyten, wie die Myelin-bildenden Zellen genannt werden, lösen MS nicht aus.

Motorsport-Talent Marvin Kirchhöfer ist das neue Gesicht des Myelin Projekts

(Quelle www.lvz-online.de)

Leipzig. Das Myelin Projekt, ein gemeinnütziger Verein unter der Schirmherrschaft von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Heike Drechsler, hat künftig auch einen Jungschirmherren: Marvin Kirchhöfer aus Leipzig. Der 17-Jährige ist aktueller ADAC-Sachsen-Motorsportler des Jahres. „Mein Vater hat mich bereits im Alter von vier Jahren in ein Fahrzeug gesetzt und ich wollte einfach nicht mehr aussteigen.“

Ernsthaft zu trainieren begann Marvin Kirchhöfer mit acht Jahren, er fuhr erste Rennen und träumt seitdem von der Formel Eins. Vor zwei Jahren wurde er zum Champion des ADAC-Kart-Masters gekürt, 2011 freute sich der Fachabiturient über den Titel Deutscher Kart-Meister (DKM) und wurde ungeschlagener Finalsieger.

Auch Weltmeister Michael Schumacher und Sebastian Vettel begannen ihre Rennsport-Karrieren auf der Kartbahn. Im Dezember 2010 traf das junge Sporttalent aus Leipzig den damals frisch gebackenen Weltmeister unter dem Brandenburger Tor in Berlin. „Wir Motorsportler sind eine große Familie. Vettel ist mein Vorbild.“

Getreu dem Motto des Vereins „Sich nicht abfinden und tatenlos zusehen!“ will Marvin Kirchhöfer das Myelin-Projekt populärer machen. Der Begriff „Myelin“ beschreibt die Schutzhülle der Nerven. Diese wird bei den Entmarkungserkrankungen Multiple Sklerose und Leukodystrophie zerstört. Ziel des Myelin Projekts ist es, Spendengelder für die Erforschung der Myelin-Krankheiten zu sammeln. Allein im vergangenen Jahr kamen dank zahlreicher Unterstützer und Förderfreunde insgesamt 28.447,67 Euro zusammen.

Heiko Agater, stellvertretender Geschäftsführer des Myelin-Projekts, schwärmt vom neuen Jungschirmherren: „Er symbolisiert Leben, Lebensfreude und ist einer, der seine Träume verwirklichen kann.“

 

Myelin Projekt

Das Myelin Projekt Deutschland stellt eine einzigartige, gemeinnützige Partnerschaft dar, die eine Reihe von Top-Neurologen, engagierten Forschern und informierten Laien zusammenführt, um ein Ziel zu verfolgen: Das Tempo der Remyelinisierungsforschung zu beschleunigen. Mit der Unterstützung von Familien und Freunden, die gegen die vielen verschiedenen Myelin-Krankheiten kämpfen, möchte das Myelin Projekt die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit und der Wissenschaft auf das allen diesen Erkrankungen gemeinsame Problem richten. Das Myelin Projekt vergibt daher Gelder, um jene Forschungsansätze zu finanzieren, die die größten Chancen für praktische anwendungsorientierte Lösungen bieten. Und zwar nicht erst für die nächste Generation, sondern für derzeit betroffene Menschen.

Hauptanliegen des Myelin Projekts ist es, die wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Remyelinisierung zu unterstützen und voranzutreiben. Zu diesem Zweck hat das Myelin Projekt die auf dem Gebiet der Remyelinisierung international führenden Forscher in einer gemeinnützigen Partnerschaft (Myelin Projekt-Arbeitsgruppe) zusammengeführt, um in einem konzentrierten Bemühen Therapien zu entwickeln, die in der Lage sind, den Myelinabbau zu stoppen und rückgängig zu machen. An dieser Aufgabe wirkt auch der Verein Myelin Projekt Deutschland e.V. mit. Das Myelin Projekt ist ein gemeinnütziger, eingetragener Verein, und im Verbund mit den übrigen weltweit tätigen, nationalen Vereinigungen des Myelin Projekts in der Remyelinisierungsforschung tätig. Es ist zwar unüblich, daß sich Laien für eine gezielte Forschungsförderung einsetzen. Das Myelin Projekt glaubt jedoch, daß man sich nur so in der Wissenschaft Gehör für das dringende Anliegen verschaffen kann.

Phil Collins hat ein ein Lied mit dem Titel "Lorenzo" verfasst. Der Text zu dem Song von Phil Collins wurde von Lorenzos Mutter, Michaela Odone geschrieben. Der Song ist auf dem Album "Dance into the light" von Phil Collins.
Den übersetzten Text des Liedes finden Sie hier.

Und so kann das Myelin Projekt immer wieder ins Bewußtsein rufen, daß es um betroffene Menschen geht, die nicht mehr warten können und möchten. Jeder Tag im Kampf gegen die Entmarkungskrankheiten zählt! Aber selbst wenn man schon bald wirksame Therapien dagegen fände, so würde dies nicht die lebensbedrohlichen neurologischen Schädigungen beseitigen bzw. verlorengegangene Funktionen zurückbringen. Aus diesem Grund haben die Eltern eines Jungen, der von einer seltenen Leukodystrophie befallen ist, das Myelin Projekt ins Leben gerufen. Sie haben viele Menschen und andere betroffene Familien rund um den ganzen Erdball mobilisiert und eine Strategie entworfen, die schnellstens umgesetzt werden muß.

Remyelinisierung muß möglich werden! Das Myelin Projekt kämpft dafür.

Das Myelin Projekt möchte, daß Sie mit ihm daran glauben und mit ihm kämpfen. Da die noch zu meisternden Probleme eine Herausforderung darstellen, braucht und erhofft das Myelin Projekt Ihre Hilfe, um sie zu lösen. Es kommt also auf Sie an. Bitte unterstützen Sie das Myelin Projekt!

Wenn Sie darüber hinaus informiert werden wollen, welche Fortschritte das Myelin Projekt erzielt, und wenn Sie ständig wissenschaftlich fundiert, neutral, objektiv aber auch für den Laien verständlich, über neue Therapieansätze in der MS (wie z.B. die Behandlung von Gesichtsfeldausfällen mit Kaliumkanalblockern, Fettdiäten etc.) unterrichtet werden wollen, dann werden Sie Mitglied im Myelin Projekt.

Helfen Sie dem Myelin Projekt mit Ihrer Mitgliedschaft eine möglichst starke Lobby für unser großes Ziel der Remyelinisierung zu bilden.

Mehr erfahren Sie unter: www.myelin.de